30 Jahre im Museum, bald im Museumsgarten: Die Edelstahl-Gitterroste, die einst als Trägerwände für Ausstellungstafeln im Haus der Geschichte in Bonn dienten, bekommen ein zweites Leben als Hocker, Bänke, Loungechairs, Tische oder Regale. Was andere entsorgt hätten, hat die Kölner Metalldesignerin Anna Sänger neu gedacht und ein ganzes Netzwerk dafür begeistert, darunter auch ZINQ.

Gemeinsam mit Schülern des Carl-Reuther-Berufskollegs Hennef entwickelte sie aus den ausgedienten Gitterrosten 52 neue Möbelstücke für den Museumsgarten. Ein konkretes Beispiel für gelebten Reuse: Bestehendes Material wird wiederverwendet und handwerklich neu interpretiert. Ergänzt wird das Projekt durch das Erasmus+-Programm, das den internationalen Austausch und das aktive Einbinden der Jugendlichen ermöglicht. Den Transport der fertigen Möbel übernahm die Thomas Eisenhandel GmbH.

Für die Pulverbeschichtung kam ZINQ ins Spiel. Die Möbel wurden Mitte April ins Beschichtungswerk nach Veenoord in den Niederlanden gebracht. Ein ZINQ Team führte Lehrer, Schulklasse und Metalldesignerin durch das Werk und legte die einzelnen Bauteile in allen Bearbeitungsstadien nebeneinander aus: vom Rohzustand über das Strahlen und die Grundierung bis zur fertigen Pulverbeschichtung und schließlich frisch aus dem Ofen.

„Ich bin immer noch total fasziniert, wie toll das alles geworden ist“, so Anna Sänger. „Man kann sich kaum vorstellen, dass die Gitter wirklich über 30 Jahre alt sind. Dank der professionellen Beschichtung durch ZINQ sehen sie aus wie neu. Genau das ist für mich das Besondere an Metall: Die Recyclingquote ist extrem hoch und das Material bleibt über Jahrzehnte stabil. Im Vergleich zu Holz zeigt sich hier einfach eine andere Form von Langlebigkeit. Wenn dann noch so eine saubere, schnelle und professionelle Umsetzung in der Beschichtung dazukommt, wird aus altem Material wieder etwas, das sich komplett neu anfühlt.“

Die fertigen Möbel wurden nach ihrer Rückkehr aus den Niederlanden direkt ins Haus der Geschichte nach Bonn gebracht. Zur Eröffnung des neuen Museumsgartens im Juni werden sie dort erstmals öffentlich zu sehen sein, als Möbel, die buchstäblich Geschichte haben.

Für ZINQ ist dieses Projekt ein gelungenes Beispiel für gelebten Reuse: Nicht neu produzieren um des Produzierens willen, sondern weiterdenken, was schon da ist.