Auf dem Domplatz in Münster steht seit Ende Mai ein Pavillon, der anders ist. Die „kreisl Kiste“ besteht aus gebrauchten Materialien, ist von Anfang an auf Rückbau ausgelegt und soll nach ihrer Zeit in Münster an einem neuen Ort wieder aufgebaut werden können. Auch ZINQ hat dazu beigetragen: Die Stahlprofile für den Bodenrost kamen aus vorheriger Verwendung verzinkt nach Essen, wurden dort entzinkt, angepasst und neu mit ecoZINQ stückverzinkt.

Ein Pavillon aus dem, was schon da ist

Hinter der kreisl Kiste steht die FH Münster. Initiiert wurde das Projekt von den Masterstudentinnen Sophie Weber und Laura Krieger und getragen vom Lehrstuhl Circular Construction von Prof. Dr.-Ing. Anja Rosen der Münster School of Architecture. Forschung, Planung, Handwerk und Industrie haben hier zusammengefunden und ein Reallabor gebaut, das Kreislaufwirtschaft erlebbar macht. Die kreisl Kiste versteht sich dabei als Experimentierraum: In den kommenden Monaten soll gemeinsam erprobt werden, wie ressourcenschonenderes Bauen und Wirtschaften aussehen kann.

Entzinkt, angepasst und neu verzinkt

Die kreisl Kiste lebt vom Prinzip der Wiederverwendung: So stammen die Fenster aus einer Schule, und die Fassade wurde u. a. aus ausgedienten LCD-Bildschirmen sowie alten Feuerwehrschläuchen gefertigt. Auch die Stahlprofile für den Boden stammten aus vorheriger Verwendung. Am ZINQ Standort Essen wurde zunächst die vorhandene Zinkschicht entfernt, danach neue Hülsen angeschweißt und die Profile schließlich wieder mit ecoZINQ stückverzinkt. Kein neues Material, kein Qualitätsverlust. Die damit vor Korrosion bestmöglich geschützten Stahlprofile waren bereit für ihren nächsten Einsatz in Münster.

Planet ZINQ, das zirkuläre Geschäftsmodell

Das Projekt passt zum Verständnis von Zirkularität, das der Oberflächenspezialist ZINQ in seinem Geschäftsmodell Planet ZINQ verankert hat. ZINQ Oberflächen sind darauf ausgelegt, Stahl über Jahrzehnte zu schützen (Slow the Loop) und nach dem Ende eines Produktlebens ohne Qualitätsverlust wiederverwendet werden zu können (Close the Loop). Alle R-Strategien greifen ineinander: von Reuse, Repair und Refurbish über Recycle bis hin zu Re-Design und Re-Place. Die kreisl Kiste ist dafür ein konkretes Beispiel.

Die kreisl Kiste ist in den kommenden Monaten als öffentlicher Ausstellungs- und Veranstaltungsort rund um zirkuläre Wertschöpfung auf dem Domplatz in Münster zu erleben. Neben Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden zu Themen wie nachhaltiges Bauen und zirkuläre Wertschöpfung soll die kreisl Kiste vor allem eines sein: ein offener Ort, an dem Menschen ins Gespräch kommen.