Wie lassen sich Klimaschutz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbinden? Dieser Frage ging NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bei seinem Besuch bei ZINQ in Gelsenkirchen nach. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Andrea Henze informierte er sich vor Ort darüber, wie im Klimahafen die industrielle Transformation vorangetrieben wird und welchen Beitrag ZINQ dazu leistet.

Im Klimahafen Gelsenkirchen haben sich mehr als 15 Unternehmen am Stadthafen zusammengeschlossen, darunter auch ZINQ. Gemeinsam entwickeln sie Lösungen für die industrielle Transformation. Im Fokus stehen die Energie- und Ressourcenwende. Unterstützt wird die Initiative von der Stadt Gelsenkirchen, der IHK und der Wissenschaft.

Bei dem Rundgang durch die Produktion erhielt der Ministerpräsident Einblicke in die energieintensiven Prozesse am ZINQ Standort Gelsenkirchen. ZINQ hält hier rund um die Uhr mehr als 600 Tonnen Zink bei etwa 450 °C schmelzflüssig. Das Unternehmen arbeitet daran, die dafür benötigte Wärme schrittweise mit kohlenstoffärmeren Energieträgern statt mit Erdgas zu erzeugen. Im Klimahafen ist die industrielle Prozesswärme ein wichtiges Handlungsfeld: Strom aus erneuerbaren Energien und Gas sollen hier flexibel miteinander kombiniert werden, perspektivisch auch Wasserstoff. Im Projekt H2Raum erprobt ZINQ derzeit gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule und ProPuls den Einsatz von Wasserstoff in der Oberflächentechnik.

Weiteres Handlungsfeld ist die Ressourcenwende: Hier soll zirkuläre Qualität messbar und vergleichbar werden. Ein Beispiel ist der Digitale Zirkuläre Produktpass für metallische Oberflächen und Stahlprodukte, den ZINQ als Teil des Prosperkollegs entwickelt hat.

„Für den energieintensiven Mittelstand brauchen wir Lösungen, die Klimaneutralität und Wettbewerbsfähigkeit zusammenbringen“, sagte Lars Baumgürtel, geschäftsführender Gesellschafter der ZINQ Gruppe und Präsident der IHK Nord Westfalen. Im Klimahafen werden solche Lösungen unter realen industriellen Bedingungen entwickelt und erprobt.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen ist Industrieland – und das soll auch in Zukunft so bleiben. Klimaschutz und starke Industrie sind keine Gegensätze. Entscheidend ist, dass es gelingt, Innovationen in die praktische Anwendung zu bringen und unseren Unternehmen die Voraussetzungen zu geben, klimaneutral und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu produzieren. Der Klimahafen zeigt, wie das funktionieren kann: Unternehmen arbeiten gemeinsam an neuen Lösungen bei der Energieversorgung und Nutzung von Prozesswärme und machen aus technologischem Fortschritt industrielle Realität. Genau solche Projekte brauchen wir, damit gute Industriearbeitsplätze, Wertschöpfung und Wohlstand bei uns im Land bleiben.“

 

Die ausführliche Pressemitteilung zum Besuch von Ministerpräsident Hendrik Wüst finden Sie hier.