Die Fakten
Project
Für die Ausstellung „Kopfsache“ (21.06. – 07.09.2025) im Skulpturengarten Funnix in Ostfriesland hat die Bildhauerin Cornelia Weihe eine rund 2,50 Meter hohe Skulptur aus Stahl erchaffen – eine offene Kopfstruktur in spiralförmiger Bewegung, bewusst ohne Gesicht. Um das Objekt dauerhaft vor Witterungseinflüssen zu schützenkam die zirkuläre Oberfläche ecoZINQ zum Einsatz. Diese bot nicht nur einen zuverlässigen Korrosionsschutz, sondern ermöglichte auch die anschließende weiße Lackierung, die die Wirkung von Licht und Transparenz weiter betonte.
Auftraggeber
Cornelia Weihe
Cornelia Weihe ist eine renommierte deutsche Malerin und Bildhauerin mit Schwerpunkt auf Metallplastik. Nach ihrem Studium an der Burg Giebichenstein in Halle war sie über drei Jahrzehnte als künstlerische Mitarbeiterin an derselben Hochschule tätig und präge dort Generationen von Nachwuchskünstlern. Ihre Werke, vielfach im öffentlichen Raum präsent, zeichnen sich durch eine poetisch-abstrakte Formensprache und meisterhafte Materialbeherrschung aus – stets mit einem Gespür für Raum, Bewegung und Ausdruck.
Weitere Infos unter: www.cornelia-weihe.de
Wenn Kunst auf Metall trifft, entstehen oft besondere Synergien. Im Frühjahr 2025 wurde eine solche Verbindung im Werk der Bildhauerin Cornelia Weihe sichtbar. Für die Ausstellungssaison 2025 im Skulpturengarten Funnix in Ostfriesland, die unter dem Motto „Kopfsache“ steht, erschuf sie die etwa 2,50 Meter hohe Stahlskulptur „Caputlux“ – einen stilisierten Kopf, ohne Gesicht, geschützt und veredelt mit der CO2-reduzierten Oberfläche ecoZINQ.
Die Bildhauerin, Malerin und langjährige künstlerische Mitarbeiterin an der heutigen Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ist bekannt für ihre Arbeiten mit Metall. Die neue Skulptur von Cornelia Weihe besteht aus etwa 20 Flachstahlbändern von jeweils rund sechs Metern Länge und drei Millimetern Stärke. Ohne Biegemaschinen, allein durch ihre Handkraft und die Elastizität des Materials, formte Weihe die Stahlbänder zu einer aufstrebenden, rotierenden Spirale, die an einen geöffneten Kopf erinnert.. Stützstrukturen wurden während des Entstehungsprozesses integriert, um die notwendige Stabilität der dynamischen Formgebung sicherzustellen.
„Die Elastizität des Materials war für mich eine Herausforderung, aber auch ein Geschenk – es ließ sich mit zwei Händen fast wie Butter formen“, erklärte Weihe. Sie verzichtete bewusst auf eine maschinelle Bearbeitung und sah Knicke sowie kleine Unregelmäßigkeiten als Ausdruck des Materials und integralen Bestandteil des künstlerischen Prozesses. Licht und Schatten spielen durch die offenen Zwischenräume und verändern je nach Tageszeit und Wetter ständig die Wirkung der Skulptur.
Inspiriert von ihren ersten Entwürfen aus Papierstreifen entschied sich Weihe für eine abschließende weiße Lackierung, die die Lichtreflexe verstärkt und die Skulptur harmonisch in die ostfriesische Gartenlandschaft einfügt. „Weiß nimmt die Farben der Natur auf und lässt die Form lebendig wirken – nie gleich, immer im Dialog mit der Umgebung.“
Der Name „Caputlux“, zusammengesetzt aus den lateinischen Wörtern caput (Kopf) und lux (Licht), unterstreicht die Intention der Künsterlin: Gedanken, Bewegung und Wahrnehmung in einem transparenten, lichten Objekt zu vereinen, das die Grenzen zwischen Innenraum und Außenwelt auflöst. „Mir ging es um eine große rotierende Bewegung, die innerhalb dieser Form stattfindet, Bewegtsein als Thema und gleichzeitig auch Durchlässigkeit von Innen- und Außenwelt, Gedanken, Wahrnehmung, rotierend um die eigene Achse. Licht im Sinne von Durchdringen und Durchlässigkeit von Gedanken. Ich möchte das aber niemandem vorschreiben, das ist meine Interpretation.“
Perfekte Grundlage: ecoZINQ
Um diese besondere künstlerische Wirkung dauerhaft zu erhalten, ließ sie das Objekt mit ecoZINQ am ZINQ Standort Halle / Landsberg verzinken (Kesselmaße: 5,5 Meter Länge, 2,0 Meter Breite und 3,20 Meter Tiefe). Die zirkuläre Oberfläche schützt den Stahl dauerhaft vor Korrosion – ohne die Leichtigkeit oder Offenheit der Form zu beeinträchtigen. „Das Werk soll nicht rosten und mit ecoZINQ habe ich diese Sicherheit plus eine perfekte Grundlage für meine Lackierung.“
ecoZINQ überzeugt mit 43 % weniger CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Stückverzinkungsverfahren. „Möglich wird das durch den Einsatz von CO2-reduziertem Primärzink aus regenerativen Energien sowie CO2-reduziertes Sekundärzink“, erläutert Jens Lux vom ZINQ-Servicecenter in Landsberg/Halle. „Ein Mehrwert, den unsere Kunden heute bereits schwarz auf weiß auf ihrer Rechnung sehen – in Form konkreter Carbon Credits, die sie in Höhe der eingesparten Emissionen von ZINQ gutgeschrieben bekommen. “
Nach der künstlerischen Entstehung von Februar bis März 2025 wurde die rund 95 Kilogramm schwere Skulptur bei ZINQ verzinkt, von Cornelia Weihe lackiert und im Juni installiert – ein insgesamt reibungsloser, präziser Ablauf.Ausstellung „Kopfsache“
Ab dem 21. Juni 2025 wird das Kunstobjekt im Skulpturengarten Funnix zu sehen sein – einem besonderen Ort im niedersächsischen Harlingerland. Die Verbindung zur Region ist tief: Weihe kennt Kurator Leonard Wübbena seit den 1990er-Jahren und war mit ihren Arbeiten mehrfach im Skulpturengarten vertreten. Dort zeigen auch weitere renommierte Stahlbildhauer und Gastkünstler ihre Werke inmitten einer liebevoll gestalteten Gartenlandschaft. Die Ausstellung Kopfsache lädt Besucher dazu ein, sich „über rätselhafte Kopfskulpturen ihren eigenen Kopf zu zerbrechen“. Cornelia Weihes weißer Kopf wird sicher ein besonders inspirierender Beitrag dazu sein.




Bildnachweis: Tim Rehbein / RHR