12.01.2023

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Ohne Wasserstoff keine Energiewende

Der globale Markthochlauf von grünem Wasserstoff ist für die energetische Transformation unverzichtbar. Der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur als Schlüsseltechnologie muss im gleichen Maße vorangetrieben werden wie der Ausbau der Stromnetze. Denn: „Ohne Wasserstoff keine Energiewende“, sagte Lars Baumgürtel beim Energie-Gipfel des Handelsblatts am 17. Januar in Berlin.

Der CEO der ZINQ Gruppe betonte im Panel „Road to H2: Wie kriegen wir den Wasserstoff zum Kunden?“, dass die energetische Transformation nur gelingen kann, wenn der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur von Bund und Ländern stärker gefördert wird. Dabei dürfe nicht nur die Großindustrie profitieren, sondern müsse auch der energieintensive Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft und Schlüsselsektor für das Gelingen der Energiewende stärker in den Blick genommen werden. „Der Mittelstand braucht für die Dekarbonisierung der Prozesswärme neben Strom auch Wasserstoff – schnell und zu wettbewerbsfähigen Preisen“, erklärte Baumgürtel.

Um die angestrebten Klimaziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen in der Region zu erhalten, bedürfe es neben überregionalen Netzen auch einen Ausbau der regionalen Transport- und Verteilinfrastruktur. Dafür setzt sich Lars Baumgürtel im Rahmen der Initiative Klimahafen Gelsenkirchen für die Wasserstoffmodell-Region ein.

Der Zusammenschluss energieintensiver Unternehmen aus dem Stadthafen Gelsenkirchen und Umgebung, darunter auch ZINQ, möchte so schnell wie möglich klimaneutral wirtschaften. „Für unseren Pfad zur Klimaneutralität ist die Anbindung an eine Wasserstoffpipeline unerlässlich“, betonte Baumgürtel, der zugleich auch Sprecher der Initiative ist.

Unabhängig davon haben die ersten Unternehmen den Transformationsprozess bereits eingeleitet und werden ihre Anlagen zunächst auf wasserstoffreiches Energiegas der Kokerei Prosper in Bottrop umstellen. Lars Baumgürtel betonte beim Energiegipfel: „Auch die ZINQ-Anlage in Gelsenkirchen wird für die Erstanwendung von H2 umgebaut und bildet damit ein Pilotprojekt für erdgasbetriebene Großbefeuerungsanalgen in Deutschland. Wir bei ZINQ sind H2ready!“