Voigt & Schweitzer macht Schule
Im Rahmen ihres Engagements in der Initiative Zukunft In|du|strie unterschrieb die Voigt & Schweitzer GmbH & Co. KG einen Kooperationsvertrag mit der Gesamtschule Gelsenkirchen Horst. Initiator dieser Aktion ist die IHK Nordwestfalen, die das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ ins Leben gerufen hat. Zielsetzung ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen, um den Jugendlichen die vielen Möglichkeiten ihrer späteren Berufswahl aufzuzeigen und näher zu bringen.

Werkleiter Dirk Rothmann freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Gesamtschule und auf das Praktikum mit Jan Philip Wittig.

Die Zusammenarbeit ist vertraglich besiegelt: Michael Ifland (IHK), Ulrike Est (stellvert. Schulleiterin), Dirk Rothmann u. Geschäftsführerin Dr. Birgitt Bendiek (v. li.).

Dirk Rothmann, Werkleiter und Ausbikdungsbeauftragter bei Voigt & Schweitzer, erklärt im Interview mit Andrea Rabe die Hintergründe zu dieser Zusammenarbeit.
AR: Herr Rothmann, wie kam es zu Ihrem Engagement mit der IHK?
DR: Wir sind ein Unternehmen, das Nachhaltigkeit und Innovation miteinander verbindet. Dies leisten wir tagtäglich in der Produktion in den Werken, aber auch in der Auswahl der Projekte, die wir unterstützen oder auch selbst ins Leben rufen.
Mit der IHK arbeiten wir im Rahmen der Ausbildung bereits seit vielen Jahren zusammen, und auch bei ihrem Projekt „Zukunft In|du|strie“ sind wir einer der teilnehmenden Partner.
Als uns die IHK das Projekt „Partnerschaft Schule – Betrieb“ vorstellte, mussten wir nicht lange überlegen. Denn wir verstehen dies als eine Art Wegweiser für die Schülerinnen und Schüler. Der Schritt aus dem langjährigen, gewohnten Schulalltag ins Berufsleben ist nicht einfach. Wir gehen ihnen da gern ein Stück entgegen.
AR: Was macht eine Ausbildung in Ihrem Unternehmen besonders interessant?
DR: Das Thema Ausbildung hat seit jeher einen hohen Stellenwert im Hause Voigt & Schweitzer.
Schon während dieser 3 (ersten) Jahre achten wir – neben der intensiven Vermittlung der Inhalte gemäß der jeweiligen Lehrpläne und der internen fachspezifischen Schulungen – besonders auf die möglichen Potenziale, die in den jungen Menschen stecken und versuchen, sie weiter zu fördern. Unser Wunsch ist, dass die Auszubildenden im Regelfall das Gelernte hinterher in unseren Betrieben zum Einsatz bringen – sie sind unsere nächste Generation ZINQ.
Umso wichtiger ist uns daher, dass sie schon während ihrer Ausbildung unterschiedliche Werke durchlaufen und kennenlernen. Wo immer es möglich ist, binden wir den Nachwuchs außerdem in verschiedene Projekte mit ein; sie haben beispielsweise vor kurzem bei einer unserer Veranstaltungen die Führung der Gäste durchs Werk übernommen.
Und ganz aktuell gehen unsere „Youngsters“ sogar mit einem eigenen Projekt an den Start: „Mach dein ZINQ“ heißt die Kampagne von Azubis für Azubis, die im Februar online gehen wird. Die Projektgruppe postet über einen eigenen Blog ihre Erfahrungen in der Ausbildung bei Voigt & Schweitzer und soll damit andere Interessierte wissen lassen, was die Lehre bei uns so spannend macht und so für einen Einstieg bei uns begeistern. Ein wichtiges Argument sind da sicherlich auch die Perspektiven bei Voigt & Schweitzer, denn sie sind vielfältig. Aber dafür muss man natürlich auch etwas tun …
So vereinen wir gleich zwei elementar wichtige Erfolgsfaktoren: wir sorgen für Kontinuität beim Personal und minimieren zudem den allseits beklagten Fachkräftemangel.
AR: Wie setzen Sie das genau um? Also wie erkennen Sie die Potenziale und wie erfolgt die Förderung?
DR: Da sind natürlich alle Vorgesetzten gefragt, die Kontakt mit den Auszubildenden haben. Wir behalten unseren „Nachwuchs“ permanent fest im Auge und achten auf die Stärken der zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Im kaufmännischen Bereich werden diese durch ein interessantes Angebot interner und externer Schulungen und Seminare gefördert, um zunächst die Weichen für die Qualifikation als Sachbearbeiter zu stellen.
Für die gewerblichen Auszubildenden bieten wir bundesweit als erstes und einziges Unternehmen im dualen System den Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik mit Schwerpunkt Metalloberflächen an. Dieser Ausbildungsgang, der unter Mithilfe des BMWi, des Landes NRW und verschiedener weiterer Institutionen entstanden ist, bietet jungen Menschen seit mehr als 10 Jahren eine Ausbildungsperspektive zum qualifizierten Facharbeiter. Erstmals in 2012 werden wir für diejenigen, die sich besonders bewährt haben, die Möglichkeit einer speziellen Qualifizierung im Rahmen eines zusätzlichen einjährigen Trainee- Programmes bieten.
AR: Wie sehen die konkreten Planungen für die Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Horst aus?
DR: Bei der Vertragsunterzeichnung habe ich gleich angedroht, jetzt öfter nach Horst zu kommen. Und so wird es auch sein. Wir werden die Möglichkeiten, die eine Ausbildung bei Voigt & Schweitzer bietet, vor Ort anschaulich vorstellen. Betriebsbesichtigungen für Lehrer und Schülergruppen sind ebenfalls vorgesehen. Und dann ist da noch die Berufsmesse der Gesamtschule Horst, bei der wir unser Unternehmen mit den jeweiligen Ausbildungsberufen den interessierten Besuchern präsentieren. Zudem bieten wir Praktikumsplätze an, um den Betrieb „live und in Farbe“ zu erleben. Der erste Praktikant steht auch schon fest: Jan Philip Wittig fängt Mitte Januar im Werk Gelsenkirchen an.
Für uns ist der persönliche Kontakt ein wichtiger Schlüssel. Und unseren Worten lassen wir auch Taten folgen. Warten wollen wir damit nicht – wir legen sofort los ….
AR: Vielen Dank, Herr Rothmann, für die Einblicke in Ihre Arbeit für die Jugendlichen und natürlich viel Erfolg bei Ihren gemeinsamen Aktivitäten mit der Gesamtschule Horst!






